Checkliste Mietfläche

Hauptsache, wenig Nebenflächen


Eine Mietfläche ist umso wirtschaftlicher, je geringer der Anteil an Verkehrsflächen, Nebenflächen und anteiligen Mietflächen an der Gesamtmietfläche ist. Es gibt allerdings keine klare gesetzliche Regelung für das Verfahren bei der Ermittlung der Mietflächen.


Zur Mietfläche nach GIF (Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V.) zählen:

  • Büroräume
  • nicht ortsgebundene Wände, z. B. Gipskartonwände oder umsetzbare Trennwände
  • Nebenräume, z. B. Kopierraum, Putzraum, Teeküche, DVVerteilerraum
  • Nebennutzflächen, z. B. WC-Bereiche
  • Verkehrsflächen, z. B. Flure, Aufzugsvorräume, Eingangs- und Empfangsbereiche


Wichtige Benchmarks für Sie als Mieter von Büroflächen:

In Ihrer Mietfläche sollten mindestens die folgenden Relationen gelten.

  • Verhältnis Mietfläche (MF) zu Bruttogeschossfläche (BGF = gesamte Fläche innerhalb der Außenabmessung inkl. Wände etc.) : mind. 85 Prozent
  • Verhältnis Hauptnutzfläche (HNF) zu Mietfläche (MF): mind. 75 Prozent
  • Als Kalkulationsgrundlage gilt pro Mitarbeiter 20-25 m2 Mietfläche (MF), je nach Struktur des Unternehmens kann sich der Flächenbedarf auf bis zu 15 m2 pro Mitarbeiter reduzieren.



Büroräume kosten Geld – umso wichtiger ist, sie optimal auszunutzen. Vergleichen Sie die Flächenangebote kritisch und reduzieren Sie die Kosten pro Arbeitsplatz. Unabhängig von einer Beratung durch Experten von STRABAG, die gerade bei großen Flächen dringend zu empfehlen ist, können Sie selbst bereits folgende Punkte klären:

  • Wie wird die Fläche genutzt? Sind Flächen erster Qualität für Archiv-, Technik-, Warte-, Pausenräume und dergleichen „zweckentfremdet“? Kann diese Nutzung geändert werden?
  • Können Flächen minderer Qualität (fensterferne Flächen, Dunkelzonen u. Ä.) einer aktiven Nutzung zugeführt werden?
  • Können Flächenverluste vermieden werden, die aus einem ungünstigen Grundriss des Gebäudes entstehen? Etwa durch Bildung größerer Raumeinheiten und Zusammenlegung mehrerer Räume?
  • Sind alle Räume flächenökonomisch möbliert? Mit modernen kleinteiligen Büroeinrichtungssystemen, die das vorhandene Potenzial in Breite, Tiefe und Höhe optimal nutzen?
  • Kann eine signifikante Anzahl von Arbeitsplätzen im Schichtbetrieb oder im Desksharing genutzt werden?