Checkliste Beleuchtung

Beleuchtungs-Check

 

Die Sonne bringt es an den Tag

Wann sind Büroarbeitsplätze gut mit Tageslicht versorgt? Wenn wir von der üblichen Anordnung der Fenster auf einer Raumseite ausgehen, sollte(n)

  • die Schreibtische nicht weiter als drei Meter vom Fenster entfernt stehen.
  • die Außenwandfläche mindestens zu 40 Prozent aus Fensterflächen bestehen.
  • die Brüstung sich maximal 0,9 Meter und die Fensteroberkante sich mindestens 2,5 Meter über dem Boden befinden.
  • vom Arbeitsplatz aus ein großer Teil des – möglichst zenitnahen – Himmels zu sehen sein. Bei einer engen innerstädtischen Bebauung oder der Tageslichtversorgung über Innenhöfe, Atrien etc. ist das für die unteren Geschosse häufig nicht sichergestellt.

 


TIPP

Sollte nur eine dieser vier Anforderungen nicht erfüllt sein, empfiehlt es sich, diesen Raum nur für Aktivitäten zu nutzen, die nicht den ganzen Tag in Anspruch nehmen, zum Beispiel für Meetings, Konferenzen oder Kurzzeitbüroarbeit von Außendienstmitarbeitern. Außerdem ist bei der künstlichen Beleuchtung ein höherer Quantitäts- und Qualitätsmaßstab anzusetzen.


 

Nicht blenden lassen!

Setzen Sie sich einmal normal an Ihren Arbeitsplatz und blicken Sie in die für die Ihre Arbeit typischen Richtungen.

Test 1

Tauchen jetzt Leuchten in Ihrem Blickfeld auf, so decken Sie die Sicht darauf mit der Hand ab.

  • Bemerken Sie nach dem Abdecken keine wesentliche Änderung des Wohlbefindens oder der Störempfindung? Dann ist alles in Ordnung.
  • Ist das Abdecken der Leuchte eine Erleichterung für Sie? Dann ist die Leuchte wahrscheinlich nicht genügend entblendet. Um das zu überprüfen, ziehen Sie am besten einen Fachmann zu Rate.

Test 2

Blicken Sie auf eine glänzende Oberfläche, zum Beispiel auf den Bildschirm oder die Tischplatte: Sehen Sie störende Lichtreflexionen, denen Sie nur schwer ausweichen können?

  • Dann ist entweder die Anordnung von Nutzer, Arbeitsfläche und Leuchten im Raum ungünstig
  • Oder, eine oder mehrere Lichtquellen strahlen zu hell.

Besser sehen nach Plan

Jede Beleuchtung ist immer nur so gut wie die Qualität der Planung. Bei Investitionsobjekten entsprechen Planung und Umsetzung der Bürobeleuchtung immer der Standard-Raumaufteilung der gerade aktuellen Büroorganisationsmodelle. Die tatsächliche spätere Nutzung weicht zwangsläufig mehr oder minder stark von diesen Annahmen ab.
Häufig sind abweichende Raum- und Organisationskonzepte schuld daran, dass Arbeitsflächen nicht mit der geforderten Beleuchtungsstärke ausgeleuchtet werden oder dass Blendungen und Reflexe die Mitarbeiter stören. Manchmal passen vorhandene Leuchten einfach nicht zur neuen Möblierung.
Den Abweichungen von der optimalen Bürobeleuchtung nachzuspüren, ist sinnvoll und lohnt sich immer. Nutzen Sie deshalb das Know-how eines professionellen Lichtplaners. Leuchtenhersteller beschäftigen häufig Lichtplaner oder vermitteln den Kontakt. Auch auf Beleuchtung spezialisierte Elektroplaner können Ihnen weiterhelfen. Das erste Beratungsgespräch ist in der Regel kostenlos.

Literatur-Tipps

Fördergemeinschaft Gutes Licht (FGL),
Heft 1: „Die Beleuchtung mit künstlichem Licht“;
Heft 4: „Gutes Licht für Büros und Verwaltungsgebäude“
Download-Service für beide Schriften: www.licht.de