Büromöbel

Erfolg lässt sich einrichten!


Warum auch beim Sitzen Stillstand gleich Rückschritt bedeutet und warum „Sitzungen“ im Stehen häufig besser laufen.

Die perfekte Büroeinrichtung hängt vor allem von zwei Elementen ab: vom richtigen Bürostuhl und von der Gestaltung der Kommunikationszonen.

Beide Bausteine wirken sich unmittelbar auf die Wirtschaftlichkeit aller Büroprozesse aus: Der Bürostuhl beeinflusst den Einzelnen, seine Gesundheit, seine Motivation und damit seine Arbeitsfähigkeit. Die Gestaltung der Kommunikationsbereiche wirkt sich auf ganze Gruppen aus und entscheidet somit über die Effizienz von Meetings, Konferenzen, Seminaren, Brain stormings etc. Und auch die viel beschworene „Unternehmenskultur“ entsteht erst durch Kommunikation in der Gruppe.

Sitzen Sie gut? Schon falsch…

Ein Büroarbeiter verbringt durchschnittlich mehr als 80.000 Stunden seines Berufsleben im Sitzen, Tendenz steigend. Dabei ist das ständige Stillsitzen eigentlich völlig unnatürlich und damit ungesund. Nicht nur Muskeln, Skelett und Bandscheiben brauchen Bewegung, auch das Funktionieren des gesamten Stoffwechsels hängt davon ab. In den Büros des Papierzeitalters mit Aktenschränken, Postverteilern und Archiven war der häufige Wechsel von Stehen, Gehen und Bücken gang und gäbe. Im digitalen Büroalltag von heute ist fast jede körperliche Bewegung auf einen Mausklick reduziert.

Betriebswirtschaftlich gesehen gehen die Schäden durch Bewegungsmangel in die Milliarden. Dabei bietet der Markt mit jeder Möbelmesse eine neue große Vielfalt von Bürostühlen an, die dank unendlicher Einstellmöglichkeiten die individuell richtige und damit gesunde Sitzhaltung ermöglichen sollen.

Einstellungssache

Im Büroalltag wird gerade das für den Nutzer zum Problem. Denn je mehr es zu verstellen gibt, desto mehr wird auch falsch eingestellt. Und weil man auf dem Hightech-Stuhl so gesund sitzt, braucht man erst recht nicht mehr aufzustehen. Außerdem: Viel Mechanik verkompliziert nicht nur die Bedienung, sie verschleißt auch schneller. Völlig unpraktisch wird die ständige Verstellerei, wenn sich in modern organisierten Büros mehrere Mitarbeiter einen Arbeitsplatz teilen. Ergonomen und Arbeitsmediziner fordern deshalb vor allem eines: „dynamisches“ Sitzen, also möglichst oft die Haltung wechseln, statt stundenlang still zu sitzen.


Woran erkennt man einen richtig guten Bürostuhl?

Unterstützung: Stuhl richtig einstellen, viele interessiert es auch gar nicht. Deshalb sollte sich ein guter ergonomischer Stuhl selbsttätig dem Nutzer anpassen und jedem Haltungswechsel automatisch folgen, um Sitzkrankheiten vorzubeugen. Dabei helfen

  • flexible Materialien, die in den richtigen Bereichen (Becken, Lendenwirbel, Oberschenkel) nachgeben und den Körper gleichzeitig stützen.
  • Sitz- und Rückenformen, die sich unterschiedlichen Körperproportionen anpassen und möglichst viele Sitzhaltungen erlauben: vom „Fläzen“ übers Aufrechtsitzen bis zum Quersitzen.
  • eine Synchronautomatik, die den Körper in jeder Lage in der Balance hält. Selbst minimale Gewichtsverlagerungen und Bewegungen erzeugen somit einen Haltungswechsel.

Bedienung: Stuhltechnisch gesehen gibt es bei Menschen im Ab - stützungsbereich der Lendenwirbel (Lordose) kaum Unterschiede. An die doch sehr unterschiedlichen Bein- und Oberkörperlängen, Gewichte und Hebelkräfte jedoch muss sich ein Bürostuhl anpassen lassen. Die Sitzhöhe und der Gegendruck der Rückenlehne sollteneinfach veränderbar sein. Die Rücken- und Armlehnenhöhen oder die Sitztiefe sollten sich – wenn überhaupt – völlig intuitiv und im Sitzen einstellen lassen.

Gestaltung: Form und Farbe von Bürostühlen prägen wesentlich den Raumeindruck. Vor allem in Großraumbüros oder Gruppenräumen, wenn gleich Dutzende von Stühlen zusammenkommen, bieten klare Flächen und Linien dem Auge mehr Ruhe und eine bessere Orientierung. Gleiches gilt für Gestell und

Mechanik: Weniger Materialvielfalt bringt mehr Wohlbefinden. Auch im Büro ist Geborgenheit gefragt – „Sitzmaschinen“ schrecken da eher ab.

Steh-Sitz-Dynamik: Bewegung im Büro lässt sich noch effektiver fördern – zum Beispiel mit der Kombination aus Schreibtisch und Stehpult. Immer vorausgesetzt, das Stehpult wird auch tatsächlich für stehende Tätigkeiten wie Telefonieren und Besprechungen genutzt. Als Ablagefläche, Blumenständer oder Zeitungshalter ist es zu schade.


Übrigens:

Zwei Tage Arbeitsausfall kosten laut Berufsgenossenschaften rund 1.000 Euro. Das ist deutlich mehr, als ein richtig guter Bürostuhl kostet. Ein Mehrpreis von 100 Euro entspricht – auf nur fünf Jahre gerechnet – pro Mitarbeiter und Arbeitstag gerade mal vier Cent!



Kommunikation face to face

Meetings, Konferenzen, Workshops – ein Manager verbringt heute 70 bis 80 Prozent seiner Arbeitszeit mit Kommunikation von Mensch zu Mensch. Das persönliche Gespräch mit Kunden, Kollegen oder Lieferanten scheint unverzichtbar. Die meisten Besprechungen sind zwar notwendig, häufig aber auch frustrierend ineffizient.
Statt die Zeit der Spitzenkräfte und damit das Geld des Unternehmens in sinnlosen Sitzungen zu verschwenden, ließe sich vieles deutlich besser organisieren. Dazu müssen schon bei der Einrichtungsplanung die richtigen Fragen gestellt und beantwortet werden: Wer trifft wen warum wie oft – und mit welchem Ziel? Die Antworten sollten sich dann in der Möblierung wiederfinden.


Produktive Treffpunkte

Früher ein notwendiges Übel, heute erwünschte Kommunika - tionshilfen: Treffpunkte, an denen sich Menschen im Büro über den Weg laufen und wo sie sich gerne aufhalten – Teeküchen, Empfangsbereiche, Kopiererzonen und Pausenbereiche. Querverbindungen werden geschaffen, soziale Kontakte gepflegt und Informationen verbreitet. So entsteht aus der spontanen und zufälligen Begegnung nicht selten etwas Neues, Kreatives.


Runde Tische

Der klassische Konferenzraum ist häufig das Abbild der Unternehmenshierarchie: An diesem zentralen Tisch werden die Weichen gestellt. Die edle, das eigene Selbstverständnis widerspiegelnde Ausstattung transportiert Werte wie Kontinuität, Zusammenhalt und Sicherheit. Mit intelligenten Anbau tischen und flexiblen Trennwandsystemen lassen sich Räume viel vari abler nutzen. Weitere Besprechungsräume sind dann häufig überflüssig. Runde oder ovale Tischformen bieten Platz für fast jede Teilnehmerzahl, fördern den Austausch – und erleichtern auch im übertragenen Sinn „Positionswechsel“. Die Mehrkosten dafür amortisieren sich oft schon in wenigen Monaten.


TIPP

Räume lassen sich sowohl für Schulungen und Seminare als auch für Konferenzen nutzen, wenn sie mit hochwertigen und repräsentativen Falt tischen, Schreibpulten, Flipcharts und Pinnwänden ausgestattet sind. Abgesehen vom fortschrittlichen Image ergeben sich handfeste wirtschaftliche Vorteile durch die bessere Raumnutzung und die Einsparungen bei der Bewirtschaftung (nur eine Person für Raumvorbereitung und kein Lagerraum notwendig!).



Intelligentes Inventar

Weiterbildung gehört heutzutage in praktisch jedem Unternehmen zum Alltag. Denn das Wissensmanagement der Mitarbeiter ist ein echter Wettbewerbsvorteil. Stellt sich die Frage nach den geeigneten Räumen: Unterschiedliche Gruppen und wechselnde Teilnehmerzahl erfordern Räume und Einrichtungen, die sich an die jeweilige Gruppengröße und Lernmethode anpassen lassen. Dabei übersteigen die laufenden Kosten für Auf-, Umund Abbauen von Tischen und Stühlen schnell die Beschaffungskosten der Einrichtung. Die Lösung: spezielle Einrichtungssysteme mit geringem Gewicht, werkzeugfreier Montage und integrierten Verbindungsbeschlägen. Auch qualitativ hochwertige Oberflächen und kompakte Lagermöglichkeiten zahlen sich schon nach kurzer Zeit aus.


Fazit

Wer über Büroeinrichtungen mit dem Ziel der Kommunikationsförderung nachdenkt, kann viel Potenzial für eine erfolg reichere Unternehmensentwicklung entdecken. Kreative und unkonventionelle Verbesserungen zahlen sich rasch aus. Ein erster einfacher Schritt: Verwandeln Sie Ihre nächste Sitzung doch mal in eine „Stehung“. Sie werden sich wundern, wie ein Stehtisch die Diskussionen verkürzt, die aktive Beteiligung erhöht und die Meeting-Ergebnisse verbessert. Und gesünder ist es auch ...